,,Atelier Hamburg”: Künstlern über Schulter schauen

Ist das kleine, feine Lokal in der (noch) verwaisten Stadtpassage Start einer neuen Welser Kulturmeile?

Von Friedrich M. Müller

WELS. Die bildenden Künstler Monika Melichar und László Weisz sowie WAKS – Intendant und Pantomime Peter Kowatsch stehen hinter dem „Atelier Hamburg”, das in der seinerzeitigen Schallplatten – Boutique von Sabine Pigal etabliert ist. Es versteht sich als „Ladenlokal für Kunst und Kommunikation”.

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Aufs Atelier Hamburg Kowatsch (I.), Weisz, Melichar (W+K Foto)

Das „Atelier Hamburg” hat von Mittwoch bis Samstag (15 bis 20 Uhr) geöffnet und bietet die Chance, Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und mit ihnen zu plaudern. Natürlich werden die Gäste kulinarisch versorgt. „Kommt zu uns, schaut uns zu, reden wir darüber”, wirbt Weisz. Monika Melichar und er zeigen Werke unter dem Titel „Faces & Caprichos”. Durch die regelmäßige Arbeit im Atelier verändert sich die Ausstellung ständig, weil Bilder umgehängt werden – und weil etliche Werke bereits verkauft wurden. Ein regelmäßiger Besuch im „Atelier Hamburg” zahlt sich also auch aus diesem Grund aus. Kowatsch sieht den neuen Kunstraum auch als Ort für Musik, Literatur und Theater. Schon gesichert ist ein Gastspiel des Welser Arkadenhof Kultursommers (WAKS) 2015: Die Stadtpassage wird zur Bühne. Die Vision des WAKS-Intendanten: „Die kleinen Lokale im Durchgang von der Freiung zum Stadtplatz eigenen sich perfekt für Geschäfte im Kunst-, Kultur- und Kreativbereich.” Wie kam das „Atelier Hamburg” zu seinem Namen? Weil Hausherr Johann Wimmer mit Sohn Paul im dritten Wiener Bezirk eine Galerie nach gleichem Muster betreiben. Sie heißt auch „Atelier Hamburg”, weil sie am Standort der ehemaligen „Bar Hamburg” entstanden ist.